Nobiskuhle
Nach dieser Sage hat der Deichschänder Nobis, von Bremen mit einer Kuh und einem roten Rock bestochen, bei extremem Hochwasser einen Anschlag auf den Deich bei Altenesch verübt mit der Folge, dass das Wasser mit ungeheurer Wucht durch den Deich brach. Der ertappte Nobis wurde durch die nachfolgende Spatengerichtsverhandlung in der Weise bestraft, ihn bei lebendigem Leibe in einer mit Nägeln versehenen Tonne in das Wasserloch zu rollen. In einer Ballade, die sich mit der Sage befaßt, heißt es: "De rode Rock, de bunte Koh, de deckt mi armen Sünner to!"
För Plattsnakers mit `n Öwersetten in Plattdüütsch
No de ole Saag het de Diekschänder Nobis ut Bremen, mit `ne Koh un enen
roden Rock smeert, bi besunners
Hochwater enen Anschlag op den Diek
bi Olenesch mokt mit de Folge, dat det
broken is. De ertappte Nobis wurde dör
de spätere Spatengerichtsverhandlung
op de Ort bestroft, em bi lebendigen Lief
in eene mit Nogeln versehene Tunnen in`t
Water to rullen. In ene Ballade, de sick mit
disse Saag befot, heet dat: "De rode Rock,
de bunte Koh, de deckt mi armen Sünner to!"
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